Ein cleveres Konstrukt

Keilrahmen werden meistens aus Holz gefertigt und zeichnen sich dadurch aus, dass sie aus vier losen Leisten zusammengesetzt werden. Die Eckverbindungen sind dabei nicht fixiert. Stattdessen sind die Leisten an ihren beiden Enden so gesägt, dass sie in einem exakten 90° Winkel aufeinander passen. Die eigentliche Stabilität wird dann erst durch das Aufziehen der Leinwand erreicht, die fest über die Verbindungsstücke gespannt wird. Sie wird rundherum festgetackert und hält allein durch ihre Spannung den Rahmen zusammen. Aufgrund seines simplen Aufbaus kann man einen Keilrahmen günstig erwerben und muss hier nicht viel Geld investieren. Bei industriell hergestellten Rahmen ist die Leinwand für gewöhnlich bereits aufgespannt und die Keile sind bereits in die Gärungen getrieben worden. Das macht ein späteres Nachspannen überflüssig und erspart dem Maler dadurch viel Arbeit. Für alle Bastler und Maler, die viel Wert darauf legen, eigene Handarbeit zu leisten, gibt es auch komplette Bausets für Keilrahmen zum Selbermachen.